
Vater Unser auf Aramäisch
Im Jahre 1964 wanderten die ersten Gemeindemitglieder voller Hoffnung und Zuversicht auf ein neues, besseres Leben aus Adiyaman, dem Tur Abdin und Umgebung in die Bundesrepublik Deutschland ein, und ließen sich in der schönen Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen nieder.
Zu diesem Zeitpunkt bestand die Gemeinde aus wenigen Familien. In der Folgezeit blühte die Gemeinde regelrecht auf und wuchs ständig an. Nunmehr besteht die syrisch-orthodoxe Gemeinde aus ca. 115 Familien aus Adiyaman und ca. 105 Familien aus Tur Abdin und Umgebung und bildet die Kölner Gemeinde der Syrisch-Orthodoxen Kirche.
In der nunmehr bereits seit vierzig Jahren bestehenden Gemeinde entwickelte sich, getragen von gegenseitigem Respekt und Zusammenhalt die „Syrisch-Orthodoxe Gemeinde in Köln". Diese Gemeinde bekennt sich zu ihren Wurzeln und Traditionen ohne jedoch dabei den Blick in die Zukunft aus den Augen zu verlieren.
Anfangs stand der Kölner Gemeinde zum Feiern der Gottesdienste keine eigene Kirche zur Verfügung. Die Armenische Gemeinde stellte ihre Kirchengebäude in Niehl zur Verfügung. Später stellten die Katholischen Gemeinden in Nippes und in Chorweiler ihre Kirchen zur Ausübung von Gottesdiensten bereit. In dieser Zeit wurde die Kölner Gemeinde von verschiedenen syrisch-orthodoxen Priestern betreut.
Im Jahre 1979 besuchte der, im Jahre 1980 entschlafene, Patriarchat Ignatius Jakob III. (1957–1980) die Kölner Gemeinde. Bei seinem dreitägigen Besuch konnte er sich von einer sehr gut entwickelten und ihren Traditionen und Werten verbunden fühlenden, einheitlichen syrisch-orthodoxen Gemeinde überzeugen.
Aufgrund der stabil gewachsenen Gemeinde sowie zur Bewältigung der geistlichen und kulturellen Bedürfnisse der Kölner Gemeinde war es notwendig, einen hauptamtlichen Pfarrer zu ernennen. Nach gezieltem und unermüdlichem Eifer wurde Herr Numan Dag, damals in Belgien lebend, von unserem geliebten Patriarchat Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas am 26.1.1986 in der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien Mor Petrus & Mor Paulus in Köln als Priester geweiht. An der Priesterweihe nahmen nationale und internationale Persönlichkeiten aus Politik und Kirche teil.
In der Folgezeit organisierte sich die syrisch-orthodoxe Gemeinde von Köln als religiöse Vereinigung in Form eines eingetragenen Vereines. Es begannen Bestrebungen, eine eigene Kirche, gerichtet auf die Traditionen der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde zu erbauen. In unermüdlichem Einsatz und mit Hilfe unseres, nunmehr leider bereits entschlafenen Metropolit Mor Julius Yeshu Çiçek, und Unterstützung der Katholischen Kirche, Erzdiözese Köln, gelang es, die nunmehr fertig errichtete und gestaltete Kirche in Lindenthal zu erhalten. Der aufwändige Um- und Ausbau der Kirche wurde erst durch den Einsatz der Gemeindemitglieder selbst sowie der uneigennützigen Hilfe seitens anderer syrisch-orthodoxer Gemeinden am 21.5.1995 möglich.

21.05.1995 Kircheinweihung von links Mönch Eliyo Atto, entschlafenen Metropolit Mor Julius Yeshu Çiçek, Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas, Metropolit Mor Clemis Eugene Kaplan, Pfarrer Numan Dag

21.05.1995 Kirchenvorstand von links Metropolit Mor Clemis Eugene Kaplan (Los Angeles) Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas entschlafenen Metropolit Mor Julius Yeshu Çiçek Pfarrer Numan Dag

21.05.1995 Frauenvorstand und Metropolit Mor Clemis Eugene Kaplan (Los Angeles) Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas entschlafenen Metropolit Mor Julius Yeshu Çiçek Pfarrer Numan Dag
21.05.1995 Jugendgruppe und Metropolit Mor Clemis Eugene Kaplan (Los Angeles) Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas entschlafenen Metropolit Mor Julius Yeshu Çiçek Pfarrer Numan Dag
Zakka I. Iwas und der Weihbischof Dr. Klaus Dick |
rechts: Metropolit Mor Athanasius Aphrem Barsaum (Libanon – Beirut) entschlafener Patriarchat Ignatius Jakob III. (1957–1980) |
Aktuell besteht die Kölner Gemeinde aus ca. 220 Familien. Der Gemeinde steht unser geschätzter Pfarrer Numan Dag vor.